jegliches Material zu einem Thema oder einer Frage (hier: SSI): Fakten, Behauptungen, Daten, Beschreibungen, Argumente, Interpretationen, Zitate, Statistiken, Bilder, Medien usw.
\n→ Fehlinformationen, Desinformation, Falschinformationen
\n
spezifische Informationseinheit, auf die jemand in einer bestimmten Situation stößt → erscheint in Form eines Genres (z. B. eines Artikels, eines Beitrags, eines Videos, eines Berichts, eines Tweets, eines Interviews)
→ in einem Informationsumfeld (z. B. einer Website, einer Social-Media-Plattform, einem Gespräch, einer Zeitung)
Datum, an dem ein Informationselement ursprünglich veröffentlicht, gepostet oder ausgestrahlt
wurde → gibt an, wie aktuell der Inhalt ist und ob er möglicherweise durch neuere Erkenntnisse, Ereignisse oder Entwicklungen überholt wurde
Was in einem Informationsbeitrag tatsächlich gesagt, gezeigt, behauptet oder erklärt wird
\n→ erfundene Inhalte, manipulierte Inhalte
\nkommunikative Bedeutung, die sich daraus ergibt, wie ein Autor oder Herausgeber den Inhalt auswählt, hervorhebt, einrahmt und strukturiert → Standpunkte / Positionen
\nkompakte visuelle Darstellung eines Informationselements, die typischerweise Titel, Ausschnitt, Domain/URL und manchmal ein Miniaturbild kombiniert – wird in Feeds, Suchergebnissen und beim Teilen von Links in sozialen Medien oder Messaging-Apps verwendet
\ndie kurze beschreibende Textkomponente innerhalb einer Vorschau – in der Regel ein oder zwei Sätze, die aus dem Inhalt des zugrunde liegenden Informationselements entnommen oder generiert wurden
\nInformationselement oder Quelle, die in einem anderen Informationselement
zitiert, angeführt, verlinkt oder erwähnt wird → ermöglicht es, Informationen bis zu ihrem Ursprung
zurückzuverfolgen → das Nachverfolgen von Referenzen ist eine wichtige Strategie zur Bewertung der Zuverlässigkeit
Ursprung eines Informationselements – wird in zwei Bedeutungen verwendet:
\nals Akteur:
\nals Element:
\n{{creator}}
Person oder Organisation, die den Originalinhalt eines Informationselements erstellt → kann identifiziert, pseudonym oder anonym sein
Der Vermittlungsgrad gibt an, wie weit der Informationsgegenstand vom Originalmaterial entfernt ist – und somit, wie viele Schritte der Auswahl, Interpretation und potenziellen Verzerrung dazwischen liegen.
\nDer Vermittlungsgrad sagt nichts über die Zuverlässigkeit oder Vertrauenswürdigkeit aus.
→ Eine Primärquelle kann voreingenommen, unvollständig oder falsch sein (z. B. ein Augenzeugenbericht, ein irreführender Datensatz).
→ Eine Sekundärquelle kann zuverlässiger sein als das Primärmaterial, über das sie berichtet (z. B. ein faktengeprüfter Artikel, der die Behauptungen eines Politikers korrigiert).
| Grad der Vermittlung | \nEpistemische Nähe / Beziehung zum ursprünglichen Informationselement | \nBeispiele | \n
|---|---|---|
Primärquelle | \nPräsentiert, dokumentiert, analysiert oder interpretiert Originalinformationen direkt: Rohdaten, ursprüngliche Ereignisse oder Erfahrungen aus erster Hand | \nWHO-Forschungsbericht, Augenzeugenbericht, ursprünglicher Datensatz, Parlamentsrede | \n
Sekundärquelle | \nVerweise und Berichte über, Analysen, Interpretationen, Kommentare oder Neuformulierungen einer oder mehrerer Primärinformationen | \nZeitungsartikel über den WHO-Bericht, Kapitel in einem Lehrbuch, das Forschungsergebnisse zusammenfasst, Social-Media-Beitrag, der aus einer wissenschaftlichen Studie zitiert und das Zitat kommentiert | \n
Tertiäre Quelle | \nVerweist auf, stellt zusammen oder fasst mehrere Primär- und/oder Sekundärinformationen zusammen, in der Regel ohne neue, originäre Informationen zu präsentieren | \nTikTok-Video, das auf einen Tweet reagiert, der eine wissenschaftliche Studie kommentiert, Wikipedia-Eintrag, Enzyklopädie-Übersicht | \n
| Quellentyp Um welche Art von Quelle handelt es sich? | \nAutoren / Urheber Wer steht typischerweise dahinter? | \nHauptinteresse Was ist ihr Hauptzweck? | \nKommunikative Absichten Wie kommunizieren sie typischerweise? | \nPrüfung vor der Veröffentlichung Wie sorgfältig werden die Informationen vor der Veröffentlichung geprüft? | \nAuswirkungen auf Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit Wie wirkt sich dies auf Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit aus? | \nGenres Welche Formate nehmen Informationselemente dieser Quelle typischerweise an? | \n
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wissenschaftlich / Pädagogisch | \n- Universitäten - Forschungseinrichtungen - Schulen - Wissenschaftliche Verlage | \n- Wissensproduktion – Bildung | \n- Informieren – Erklären – Belege dokumentieren | \nOftmals formal begutachtet, wobei der Grad der Begutachtung variiert. | \nOftmals stärker in der Nutzung von Belegen und der Dokumentation, doch können die Ergebnisse vorläufig, eng gefasst oder durch neuere Forschung überholt sein. | \n- Zeitschriftenartikel – Lehrbuch – Vorlesungsaufzeichnung – Enzyklopädieeintrag | \n
| Kommerziell / Werbezwecke | \n- Unternehmen – Marken – Branchenverbände – Gesponserte Kreative | \n- Gewinn – Marktposition – Reputation | \n- Werbung – Verkauf – Aufbau von Markenvertrauen | \nWird in der Regel intern aus markenbezogenen, rechtlichen oder marketingtechnischen Gründen geprüft. | \nProfessionell produziert und von kommerziellen Interessen geprägt; Marketing und Information sind oft nicht klar voneinander zu unterscheiden. | \n- Gesponserter Beitrag – Markenblog – Produkt-Microsite – Unternehmenspressemitteilung | \n
| Individuell / Persönlich | \n- Privatpersonen – Unabhängige Kreative – Persönliche Netzwerke | \n- Selbstdarstellung – Teilen – Meinung – Erfahrung – … | \n- Ausdrücken – Teilen – Kommentieren – Unterhalten | \nWird in der Regel vor der Veröffentlichung nicht offiziell geprüft. | \nKann Perspektiven aus erster Hand bieten, aber Zuverlässigkeit, Fachwissen und Verantwortlichkeit variieren stark. | \n- Persönlicher Blog – Forenbeitrag – Private Nachricht – Persönliches Video | \n
| Journalistisch | \n- Nachrichtenorganisationen – Redaktionsteams – Unabhängige Journalisten | \n- Öffentliche Berichterstattung – Reichweite | \n- Berichterstattung – Interpretation – Recherche – Kommentierung | \nWird oft redaktionell geprüft, wobei die Standards variieren. | \nKann verifizierte und kontextbezogene Berichterstattung bieten, doch die Qualität variiert je nach Medium, Genre, Geschwindigkeit und kommerziellem Druck. | \n- Nachrichtenartikel – Feature – Meinungsbeitrag – Leitartikel – Investigativer Podcast | \n
| Philanthropisch / Dienstleistungsorientiert | \n- Humanitäre Organisationen – Wohltätigkeitsstiftungen – Dienstleistungsorientierte NGOs | \n- Gemeinnützigkeit – Hilfe – Sozialfürsorge | \n- Informieren – Unterstützen – Koordinieren von Hilfsmaßnahmen – Sensibilisieren | \nWird oft intern überprüft, wobei die Standards variieren. | \nOft missionsorientiert und auf praktischer Erfahrung basierend, doch Umfang, Unabhängigkeit und Nutzung von Belegen variieren. | \n- Seite zum Hilfsprogramm – Projektbericht der Stiftung – Newsletter der Wohltätigkeitsorganisation | \n
| Politik / Interessenvertretung | \n- Parteien – Kampagnen – Interessenvertretungsgruppen – Aktivisten – Lobbygruppen | \n- Interessenvertretung – Überzeugungsarbeit – Mobilisierung | \n- Überzeugen – Druck ausüben – Agenda-Setting – Mobilisieren | \nWird in der Regel strategisch geprüft, um eine Position oder Kampagne zu unterstützen. | \nWichtig für die öffentliche Debatte, wird jedoch oft durch Interessenvertretung, Überzeugungsarbeit oder institutionelle Interessen geprägt. | \n- Parteiprogramm – Wahlwerbung – Wahlprogramm – Lobbypapier | \n
| Berufs- / Mitgliederverbände | \n- Berufsverbände – Gewerkschaften – Kammern – Fachgesellschaften | \n- Interessen der Mitglieder – Berufsstandards | \n- Vertretung – Festlegung von Standards – Koordination – Information der Mitglieder | \nWird häufig intern auf Richtigkeit und Konsistenz überprüft. | \nBasieren oft auf Fachwissen, doch spiegelt die Perspektive möglicherweise eher die Interessen der Mitglieder wider als das breitere öffentliche Interesse. | \n- Berufsrichtlinie – Mitglieder-Newsletter – Positionspapier – Branchenbericht | \n
| Öffentlich / Offiziell | \n- Regierungen – Ministerien – Behörden – Internationale Organisationen | \n- Öffentliches Mandat – Regulierung – Politik | \n- Ankündigung – Regulierung – Legitimierung – Information der Öffentlichkeit | \nWird in der Regel vor der Veröffentlichung formell geprüft und genehmigt. | \nOft maßgebend für offizielle Standpunkte und Entscheidungen, kann jedoch selektiv, strategisch oder selbstdarstellend sein. | \n- Grundsatzdokument – Offizielle Erklärung – FAQ-Seite – Ministerialbericht | \n
Genres sind nicht auf eine einzige Quellenkategorie beschränkt. Ein Newsletter kann beispielsweise kommerzieller, philanthropischer oder beruflicher Natur sein. Das Genre allein ist kein ausreichender Indikator für Zuverlässigkeit oder Vertrauenswürdigkeit.
Modernes Wissen ist so spezialisiert, dass kein Einzelner alle Behauptungen unabhängig überprüfen kann. Wir müssen uns auf Experten und glaubwürdige Quellen verlassen. Doch dieses Vertrauen ist nur so gut wie unsere Fähigkeit, zu erkennen, wer wirklich ein Experte ist und welche Quellen unter Bedingungen erstellt wurden, die die Zuverlässigkeit gewährleisten.
\nDrei sich ergänzende Blickwinkel stützen diese Beurteilung:
\nEin formeller Prozess vor der Veröffentlichung, in dem Informationselemente für die Veröffentlichung ausgewählt, gestaltet, geändert oder weggelassen werden – und in dem ihr Inhalt anhand der Standards des Herausgebers auf Qualität geprüft wird, bevor sie die Öffentlichkeit erreichen.
\nDie redaktionelle Überprüfung vereint somit zwei Funktionen:
\nDer Grad der Strenge variiert – von informeller Bearbeitung durch eine einzelne Person bis hin zu einer formellen mehrstufigen Überprüfung. In traditionellen Publikationskontexten wurden diese Rollen typischerweise von getrennten Instanzen wahrgenommen – einem Journalisten (Inhaltsersteller) und einer Zeitungsredaktion (Inhaltsredaktion). Die Peer-Review im akademischen Verlagswesen ist eine spezielle Form davon.
\nRedaktionelle Überprüfung ist nicht neutral.
Ein formeller Prozess und eine strenge Qualitätsprüfung schließen Voreingenommenheit nicht aus. Redaktionelle Entscheidungen spiegeln die Motive, Interessen und die redaktionelle Linie der publizierenden Organisation wider – ihre Mission, Eigentumsverhältnisse, Finanzierung und Zielgruppe. Ein und derselbe Beitrag kann sorgfältig geprüft und so aufbereitet werden, dass er der Agenda des Herausgebers dient. Qualität und Voreingenommenheit schließen sich nicht gegenseitig aus. Dies ist redaktionelles Gatekeeping in Aktion. Eine analoge Funktion auf digitalen Plattformen wird durch algorithmisches Gatekeeping erfüllt.
In digitalen Umgebungen verschieben sich die Grenzen. Die redaktionelle Rolle wird oft umgangen – jeder mit einem Konto kann Informationen posten oder teilen, ohne redaktionelle Prüfung oder institutionelle Unterstützung. Gleichzeitig gewinnt die Rolle des Betreibers an Bedeutung: Algorithmische Kuratierung, gesponserte Inhalte und Empfehlungssysteme prägen die Sichtbarkeit auf eine Weise, wie es traditionelle Vertriebsnetze nicht taten.
\nDie Zuverlässigkeit einer Information hängt von ihrem Urheber und der redaktionellen Prüfung ab, die sie durchlaufen hat – nicht davon, wer sie geteilt hat.
\nDie Praxis der Überprüfung von Sachaussagen in Informationsbeiträgen.
\nFaktenprüfung gibt es in zwei unterschiedlichen Kontexten:
\nFinanzierung: Spenden (zu den wichtigsten Spendern gehören Luminate, die Brost-Stiftung, die Open Society Foundations, Google und die Deutsche Telekom); eine kommerzielle Tochtergesellschaft erhält Zahlungen von Facebook für die Überprüfung von Inhalten
\nDie meisten großen Faktenprüfungsorganisationen erhalten Finanzmittel oder Partnerschaftszahlungen von großen digitalen Plattformen (insbesondere Meta/Facebook). Diese Beziehung wird offen gelegt, erfordert jedoch eine kritische Betrachtung.
EDMO Monthly Fact-Checking Briefs: https://edmo.eu/resources/fact-checking-publications/fact-checking-briefs/
Querlesen ist eine Strategie, Quellen wie ein Faktenprüfer zu bewerten.
\nDer anfängliche Fokus liegt darauf, die Quelle (wer hinter dem Inhalt steht) zu hinterfragen, nicht den Inhalt selbst. Anstatt vertikal zu lesen – also auf einer Website zu bleiben und sie von oben bis unten zu analysieren – verlässt man die Seite schnell, sucht nach dem Namen der Quelle und prüft, was andere vertrauenswürdige Seiten darüber sagen. Wenn die Quelle unglaubwürdig erscheint, verschwenden Sie keine Zeit damit. Suchen Sie eine bessere Quelle.
\nDer gleiche laterale Ansatz funktioniert auch bei der Überprüfung digitaler Plattformen, bestimmter Behauptungen, Zitate oder Statistiken innerhalb des Inhalts: Verlasse die Seite und suche nach einer unabhängigen Bestätigung.
\nVersuche nicht, eine Quelle durch Lesen zu beurteilen. Verlasse sie. Nutze den Rest des Internets, um herauszufinden, worum es geht.
Identifizierbarkeit
\nQualifikation und Fachkompetenz
\nInstitutionelle Unterstützung, Finanzierung und Voreingenommenheit
\nPublikationsbilanz
\nAktualität und Kontinuität
\nIndikatoren bedürfen der Interpretation. Manche Signale lassen sich leicht falsch deuten.
→ Bekanntheit ist nicht gleichbedeutend mit Glaubwürdigkeit. Öffentliche Sichtbarkeit, Medienpräsenz oder eine große Anhängerschaft sind kein gleichbedeutend mit Fachkompetenz zu einem bestimmten Thema.
→ Eine hohe Zitierhäufigkeit ist an sich noch kein Zeichen für Glaubwürdigkeit. Häufig zitierte Arbeiten können auch häufig angefochten oder in Frage gestellt werden – der Kontext der Zitate ist entscheidend. → Die Zugehörigkeit zu einer Institution ist an sich noch kein Garant für Glaubwürdigkeit. Institutionen können eigene Interessen oder Vorurteile verfolgen und sollten ebenso wie der Autor geprüft werden.
→ Ein plötzlicher Wechsel zu Themen außerhalb des bisherigen Fachgebiets des Autors ist nicht automatisch ein Warnsignal, erfordert jedoch eine genauere Prüfung.
Indikatoren erfordern Interpretation. Manche Signale lassen sich leicht falsch deuten.
→ Der Status als gemeinnützige Organisation allein ist kein Garant für Glaubwürdigkeit. Viele Interessenvertretungen und Scheininstitutionen agieren als gemeinnützige Organisationen.
→ Professionelles Design und eine ansprechende Website allein sind kein Garant für Glaubwürdigkeit. Das Webdesign hat unsere Bewertungsmethoden überholt.
→ Eine lange Betriebsgeschichte allein ist kein Garant für Zuverlässigkeit – Eigentumsverhältnisse, Finanzierung und Praktiken können sich im Laufe der Zeit ändern.
→ Die Zugehörigkeit zu einer Institution ist an sich kein Garant für Glaubwürdigkeit. Institutionen können ihre eigenen Agenden oder Vorurteile verfolgen und sollten zusammen mit der Organisation geprüft werden.
physische oder digitale Kontexte, in denen Informationselemente verfügbar sind und direkt angetroffen werden
\n| Informationsumgebungen | \nDefinition | \nWas begegnet mir dort normalerweise als Erstes? | \n
|---|---|---|
| Analoge Informationsumgebungen | \nNicht-digitale Umgebungen, in denen Menschen direkt auf Informationselemente stoßen | \nInformationselemente in gedruckter, übertragener, räumlicher, live oder gesprochener Form | \n
| Digitale Informationskanäle und -plattformen | \ndigitale Umgebungen, in denen Menschen direkt auf Informationselemente stoßen | \nInformationselemente in geposteter, hochgeladener oder gestreamter Form | \n
Die Grenze zwischen analogen und digitalen Umgebungen wird zunehmend fließend: Live-Übertragungen können gleichzeitig gestreamt werden, Printpublikationen erscheinen oft in digitaler Form, und Live-Veranstaltungen werden häufig online übertragen oder gestreamt.
| Typ | \nDefinition | \nTypische Beispiele (gezielte Begegnung) | \nTypische Beispiele (zufällige Begegnung) | \nWie stoße ich hier auf Informationen? | \n
|---|---|---|---|---|
| Druck / Publikationen | \nGedruckte Materialien – wie Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Broschüren, Flyer, Plakate oder Beschilderungen –, die physisch verteilt, ausgestellt oder zum Lesen bereitgestellt werden. | \n- Zeitungsabonnement - Zeitschriftenkauf - akademisches Lehrbuch - Bibliotheksbuch | \n- Wahlkampf-Flyer im Briefkasten – Broschüre im Wartezimmer – Gratiszeitung im Zug – Plakatwand – Plakat an einer Bushaltestelle | \n- durch Kauf, Abonnement oder Abholung eines Exemplars – durch Lesen, Durchblättern oder Überfliegen – manchmal durch das Bemerken von gedrucktem Material, das an einem öffentlichen Ort ausliegt | \n
| Rundfunk & Beschallung | \nAudio- oder audiovisuelle Informationen, die über Radio, Fernsehen, Bildschirme oder Lautsprecheranlagen an ein breites Publikum übertragen werden – entweder als festes Programm oder als fortlaufende/situationsbezogene Durchsagen. | \n- Fernsehnachrichten zu Hause – Radioprogramm – Live-Sportübertragung | \n- Fernsehbildschirm im Wartezimmer – Radio im Hintergrund in einem Geschäft – Lautsprecherdurchsage am Bahnhof – Lautsprecheranlage am Flughafen | \n- durch Einstellen eines Kanals oder Senders – durch Umschalten zwischen Kanälen – manchmal durch den Aufenthalt an einem Ort, an dem Rundfunk- oder Lautsprecherdurchsagen zu hören sind | \n
| Installationen, Denkmäler und Ausstellungen | \nRäumliche, statische und in der Regel permanente oder semi-permanente Objekte, Strukturen oder Darstellungen, die in öffentlichen oder institutionellen Räumen platziert werden, um zu informieren, zu gedenken oder Ausdruck zu verleihen. | \n- Museumsausstellung – Besuch einer Gedenkstätte – Galerieinstallation – Informationspavillon | \n- Denkmal in einem öffentlichen Park – Gedenktafel – temporäre öffentliche Kunstinstallation | \n- durch den Besuch eines Raums, in dem sie sich befinden – manchmal durch Vorbeigehen oder physische Anwesenheit an dem Ort, an dem sie aufgestellt sind | \n
| Live-Veranstaltungen & öffentliche Aktionen | \nZeitlich begrenzte, live stattfindende Versammlungen oder Aktionen, an denen Menschen beteiligt sind – organisiert, um zu informieren, zu überzeugen, Ausdruck zu verleihen, zu gedenken oder zu mobilisieren. | \n- Konferenz – Vortrag – Theateraufführung – Wahlkampfveranstaltung – geplante Demonstration | \n- Straßenprotest – Flashmob – Informationsstand – Protestcamp – Mahnwache – Straßenperformance | \n- durch Teilnahme zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort – manchmal durch Anwesenheit in der Nähe, wenn eine Veranstaltung oder Aktion stattfindet | \n
| Persönliche Gespräche & Mundpropaganda | \nDirekter, persönlicher Informationsaustausch zwischen Einzelpersonen – in privatem, sozialem oder beruflichem Umfeld. | \n- einen Freund um Rat fragen – Diskussion beim Familienessen – einen Kollegen um Rat fragen – Elterngespräch | \n- ein Gespräch mitbekommen – beiläufige Bemerkung bei einem gesellschaftlichen Treffen – Mundpropaganda in einer Gemeinschaft | \n- durch Sprechen, Zuhören und Fragen in direkter persönlicher Interaktion | \n
| Typ | \nDefinition | \nTypische Beispiele | \nWer kann hier Informationen veröffentlichen? | \nIst das, was ich hier sehe, für alle gleich, algorithmisch auf mich zugeschnitten oder basiert es auf meiner eigenen Konfiguration? | \nWie finden Nutzer hier Informationen und navigieren durch sie? | \n
|---|---|---|---|---|---|
| Websites / Blogs | \nDer eigene Online-Auftritt einer Person oder Organisation – wie beispielsweise eine institutionelle Website, eine Nachrichtenseite, eine Unternehmensseite oder ein persönlicher Blog –, auf dem Inhalte direkt im Namen des Eigentümers veröffentlicht werden. | \n- who.int- bbc.co.uk - greenpeace.org - my-travelblog.eu | \nVom Eigentümer kontrolliert – Der Eigentümer – Autorisierte Mitwirkende | \nFür alle gleich – Die Inhalte werden vom Website-Eigentümer über Menüs, Kategorien und das Seitenlayout strukturiert | \n- Über Menüs - Durch Anklicken von Links - Durch Durchsuchen von Rubriken oder Kategorien - Durch Nutzung der internen Suche, falls verfügbar - Durch Wechseln von Seite zu Seite | \n
| Soziale Medien | \nVernetzte digitale Räume, in denen Nutzer und Organisationen Inhalte veröffentlichen, teilen und verbreiten. | \n- Facebook - TikTok - X - Threads - Mastodon | \nOffen – Fast jeder mit einem Konto – Organisationen – Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – Werbetreibende | \nAlgorithmisch auf mich zugeschnitten Feeds, Empfehlungen, Trendinhalte und gesponserte Beiträge werden durch mein Verhalten und meine Interaktionen geprägt | \n- Durch Scrollen durch Feeds- Durch das Folgen von Konten- Durch das Öffnen von Kommentaren, Antworten und Threads- Durch das Klicken auf Shares, Reposts und Empfehlungen- Durch die Suche nach Hashtags, Stichwörtern oder Kontonamen | \n
| Video-/Audio-Plattformen | \nDigitale Räume, in denen viele verschiedene Nutzer oder Organisationen Video- oder Audioinhalte hochladen und teilen. | \n– YouTube – Vimeo – SoundCloud | \nOffen – Fast jeder mit einem Konto oder Kanal – Organisationen – Medienproduzenten – Podcaster | \nAlgorithmisch auf mich zugeschnitten Empfehlungen, Autoplay-Warteschlangen und vorgeschlagene Inhalte werden durch meinen Verlauf beim Ansehen/Anhören geprägt | \n- Durch die Suche nach bestimmten Inhalten - Durch das Durchblättern von Playlists oder Warteschlangen - Durch das Befolgen von Empfehlungen - Durch das Öffnen von Kanälen, Episoden oder Serien - Durch das Abonnieren | \n
| Streaming-/On-Demand-Dienste | \nKuratierte digitale Dienste, die Zugang zu einem Katalog von On-Demand-Medien bieten. | \n– Netflix – Disney+ – BBC iPlayer – Arte – RaiPlay | \nKuratiert – Der Anbieter – Autorisierte Produzenten – Lizenzierte Content-Partner | \nAlgorithmisch auf mich zugeschnitten Empfehlungen, vorgestellte Auswahlen und die Darstellung des Katalogs werden durch meinen Sehverlauf geprägt | \n- Durch das Durchstöbern des Katalogs - Durch die Auswahl aus empfohlenen Inhalten - Durch das Weiterverfolgen von Serien oder Sendungen - Durch das Folgen von Empfehlungsreihen - Durch die Suche nach Titeln, Genres oder Kategorien | \n
| Kommunikations-/Messaging-Apps | \nPrivate oder halbprivate Bereiche – wie Messaging- oder E-Mail-Apps – für den direkten Austausch zwischen Einzelpersonen oder Gruppen. | \n- WhatsApp – Signal – Messenger – Gmail – Outlook | \nVon Mitgliedern gesteuert – Teilnehmer der Unterhaltung – Mitglieder der Gruppe – Absender der Mailingliste | \nBasierend auf meiner eigenen Konfiguration Was ich sehe, hängt von meinen Kontakten, Unterhaltungen, Gruppen und deren Organisation ab | \n- Durch Öffnen von Chats oder Threads - Durch Lesen chronologischer Nachrichten-Ströme - Durch Verfolgen von Weiterleitungen, Links und Anhängen - Durch Suchen im Chat-Verlauf, nach Absendern oder Stichwörtern | \n
| Diskussionsforen / Community-Bereiche | \nInteraktive Bereiche – wie Foren, Diskussionsrunden, Kommentarbereiche oder Community-Gruppen –, in denen Nutzer diskutieren, kommentieren, Fragen stellen und aufeinander reagieren. | \n- Reddit - Discord - Stack Overflow - Quora | \nHalboffen – Mitglieder – Registrierte Nutzer – Moderatoren | \nFür alle gleich / Basierend auf meiner eigenen Konfiguration Was ich sehe, hängt zunächst davon ab, welchen Communities, Servern, Foren oder Threads ich beitrete oder welche ich aufrufe; innerhalb dieser Bereiche kann die Sichtbarkeit dann durch Upvotes, Moderation und Sortierung beeinflusst werden. | \n- Durch das Durchstöbern von Threads – Durch das Öffnen von Antworten und Unterthreads – Durch das Verfolgen von Benachrichtigungen – Durch das Wechseln zwischen Kategorien oder Communities – Durch das Suchen nach Themen, Tags oder Thread-Titeln | \n
Einige Plattformen fallen unter mehr als einen Typ – zum Beispiel Telegram (Messaging + öffentliche Kanäle), Discord (Messaging + Community), Reddit (Forum + Social Media), Spotify (Streaming + Podcast-Entdeckung).
| Hindernis | \nBeispiele | \nTypischerweise ausgeschlossene Personen | \n
|---|---|---|
| Finanzielle Barrieren | \n- Paywalls- Abonnementgebühren- Premium-Mitgliedschaften | \n- Haushalte mit geringem Einkommen – Studierende ohne Zugang zu einer Bildungseinrichtung – Nutzer in Regionen mit schwächeren Währungen | \n
| Sprachliche Barrieren | \n- Fremdsprache – Fach- oder technisches Vokabular – Komplexe Satzstrukturen | \n- Nicht-Muttersprachler – Nutzer mit geringerem Bildungsniveau – Jüngere Nutzer | \n
| Behinderungsbedingte Barrieren | \n- Keine Unterstützung für Screenreader - Keine Untertitel oder Transkripte - Geringer Kontrast oder kleiner Text | \n- Nutzer mit Sehbehinderungen - Nutzer mit Hörbehinderungen - Nutzer mit kognitiven Beeinträchtigungen | \n
| Technische Barrieren | \n- Hohe Anforderungen an die Bandbreite – Moderne Geräte erforderlich – Spezifische Software oder Apps | \n- Nutzer mit älteren Geräten - Nutzer in ländlichen Gebieten mit eingeschränktem Internetzugang - Haushalte mit geringem Einkommen | \n
| Geografische Barrieren | \n- Regionssperren - Lokale Plattformbeschränkungen | \n- Nutzer in eingeschränkten Regionen - Reisende | \n
| Politische/regulatorische Barrieren | \n- Staatliche Zensur - Staatliche Verbote von Plattformen oder Apps - Sanktionen oder Embargos | \n- Nutzer in Ländern mit restriktiver Medienpolitik – Aktivisten, Journalisten, Dissidenten | \n
| Hindernisse bei der Kontoeröffnung und Identifizierung | \n- Obligatorische Kontoerstellung – Identitätsprüfung – Altersüberprüfung | \n- Nutzer ohne E-Mail-Adresse oder Telefonnummer - Nutzer ohne amtlichen Ausweis - Minderjährige ohne elterliche Erlaubnis | \n
| Datenschutzbezogene Hindernisse | \n- Obligatorische Weitergabe von Daten - Tracking-Anforderungen - Erforderliche App-Berechtigungen | \n- Datenschutzbewusste Nutzer – Nutzer, die staatliche Überwachung vermeiden – Nutzer, die der Datenerfassung durch Unternehmen misstrauisch gegenüberstehen | \n
Diese Hindernisse schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern überschneiden sich oft oder verstärken sich gegenseitig – beispielsweise blockiert die Great Firewall of China bestimmte Plattformen nur innerhalb des Landes und fungiert somit sowohl als geografisches als auch als politisches/regulatorisches Hindernis.
Systeme, über die indirekt auf Informationen zugegriffen wird – durch Vorschauen/Ausschnitte oder durch darauf basierende synthetisierte Antworten.
\n| Systeme für den Informationszugang | \nDefinition | \nWo fange ich an? | \nWas wird dort angezeigt? | \n
|---|---|---|---|
| Suchsysteme | \nSysteme, die als Reaktion auf eine Benutzeranfrage Informationselemente ausfindig machen und bewerten und dabei Vorschauen anstelle der Elemente selbst zurückgeben. | \nEine Suchoberfläche | \neine sortierte Liste von Vorschauen :- Titel- Ausschnitte- URLs | \n
| Entdeckungssysteme | \nSysteme, die Informationselemente in Feeds oder Verzeichnissen anzeigen und kuratieren und dabei Vorschauen anstelle der Elemente selbst zurückgeben. | \neine Feed- oder Browse-Oberfläche | \nkuratierte Vorschauen :- Überschriften- Karten- Empfehlungen | \n
| Generative KI-Systeme | \nSysteme, die Antworten auf der Grundlage von Informationselementen generieren oder synthetisieren, anstatt Nutzer zu diesen zu leiten. | \nein Eingabefenster | \neine generierte, synthetisierte Antwort, manchmal mit Quellenangaben | \n
Informationselemente, auf die indirekt über die Suche zugegriffen wird → Benutzer geben eine Suchanfrage in eine Suchoberfläche ein und erhalten eine nach Relevanz geordnete Liste von Vorschauen, die auf die zugrunde liegenden Elemente verweisen
| Typ | \nDefinition | \nTypische Beispiele | \nWas ist mein Ausgangspunkt und wie suche ich hier nach Informationen? | \nWas bestimmt, welche Informationselemente angezeigt werden und in welcher Reihenfolge? | \nWas erhalte ich als Ergebnis? | \nWie gelange ich von hier zu den zugrunde liegenden Informationen, falls überhaupt? | \n
|---|---|---|---|---|---|---|
Suchmaschinen | \nSysteme, die Informationselemente im gesamten Web basierend auf Nutzeranfragen indexieren und bewerten. | \n- Google - Bing - DuckDuckGo - Ecosia | \n- Suchleiste – durch Eingabe von Stichwörtern oder Fragen | \n- Meine Suchanfrage – Ranking-Algorithmen – Relevanz – Aktualität – Suchmaschinenoptimierung – manchmal Personalisierung basierend auf Standort oder Suchverlauf | \nVorschau auf vorhandene Informationen:- Rangliste der Ergebnisse mit Ausschnitten, Titeln und URLs- KI-generierte Zusammenfassungen | \n- Durch Anklicken eines Ergebnislinks gelange ich direkt zum Informationselement an seinem ursprünglichen Ort | \n
Wissenschaftliche Datenbanken | \nSysteme, die wissenschaftliche Informationselemente durch Suche, Filterung und strukturierte Metadaten durchsuchbar und zugänglich machen. | \n- PubMed – JSTOR – Google Scholar – ERIC | \n- Erweiterte Suchmaske mit Filtern – durch Eingabe von Stichwörtern – durch Filtern von Metadaten – durch Kombination von Suchfeldern | \n- Meine Suchanfrage – Übereinstimmung mit Metadaten – Anzahl der Zitate – Relevanzranking – datenbankspezifische Indizierung | \nVorschau auf vorhandene Informationen :- bibliografische Datensätze- Abstracts- manchmal Links zu oder direkter Zugriff auf Volltexte | \n- durch Anklicken des Volltextes – manchmal direkt innerhalb desselben Systems – manchmal über einen externen Verlag – manchmal hinter einer Paywall oder einem institutionellen Login | \n
Informationsobjekte, auf die indirekt über kuratierte Feeds oder Verzeichnisse zugegriffen wird → Benutzer durchsuchen einen Feed oder ein Verzeichnis und sehen Vorschauen, die auf die zugrunde liegenden Objekte verweisen
\n| Typ | \nDefinition | \nTypische Beispiele | \nWas ist mein Ausgangspunkt und wie suche ich hier nach Informationen? | \nWas bestimmt, welche Informationselemente angezeigt werden und in welcher Reihenfolge? | \nWas erhalte ich als Ergebnis? | \nWie gelange ich von hier zu den zugrunde liegenden Informationen, falls überhaupt? | \n
|---|---|---|---|---|---|---|
| Feeds | \nSysteme, die einen kontinuierlichen, personalisierten Strom empfohlener Informationen präsentieren, basierend auf Themen, Interessen oder dem Nutzerverhalten. | \n- Google News- Google Discover- Apple News- Flipboard- Upday- Microsoft Start | \n- personalisierter Feed oder Browse-Oberfläche- durch Scrollen durch den Feed- manchmal durch Auswahl von Themen oder Kategorien- manchmal durch Eingabe von Stichwörtern | \n- redaktionelle Kuratierung- algorithmische Kuratierung (insbesondere Erkennung von Trends) - algorithmische Personalisierung (insbesondere personalisiertes Ranking, Empfehlungen) | \nVorschauen auf vorhandene Informationselemente :- Überschriften- Karten- Ausschnitte- Miniaturansichten- Empfehlungen aus verschiedenen Quellen | \n- durch Antippen oder Anklicken einer Überschrift, einer Karte oder einer Vorschau – dadurch gelange ich zum Informationselement an seinem ursprünglichen Ort | \n
| Verzeichnisse | \nSysteme, die Informationselemente in durchsuchbare Kataloge mit Kategorien, Diagrammen und Empfehlungen organisieren. | \n- Apple Podcasts - Spotify Podcasts - Pocket Casts | \n- Browsing-Oberfläche mit Kategorien und Charts - durch Durchsuchen von Kategorien oder Top-Listen - durch Befolgen von Empfehlungen - manchmal durch Eingabe von Stichwörtern | \n- redaktionelle Kuratierung – algorithmische Kuratierung (insbesondere Trenderkennung – „Beliebtheitscharts“) – algorithmische Personalisierung (manchmal Empfehlungen) | \nVorschau auf vorhandene Informationselemente :- Einträge mit Titeln, Beschreibungen und Episodenlisten- Miniaturansichten- Bewertungen- manchmal Empfehlungen | \n- durch Antippen oder Anklicken eines Eintrags – manchmal kann ich den Beitrag direkt in der App abspielen – der Übergang zum zugrunde liegenden Host ist nicht immer sichtbar | \n
Einige Plattformen fungieren sowohl als Discovery-Systeme als auch als digitale Kanäle – Apple Podcasts und Spotify Podcasts beispielsweise zeigen Podcasts an, die anderswo gehostet werden, spielen die Inhalte aber auch direkt in der App ab.
\n
Informationselemente, auf die indirekt über generative Synthese zugegriffen wird → Nutzer geben eine Eingabe ein und erhalten eine synthetisierte Antwort, manchmal mit Verweisen auf zugrunde liegende Elemente
| Typ | \nDefinition | \nTypische Beispiele | \nWas ist mein Ausgangspunkt und wie suche ich hier nach Informationen? | \nWas bestimmt, welche Informationselemente angezeigt werden und in welcher Reihenfolge? | \nWas erhalte ich als Ergebnis? | \nWie gelange ich von hier zu den zugrunde liegenden Informationen, falls überhaupt? | \n
|---|---|---|---|---|---|---|
Trainingsdatenbasierte KI | \nSysteme, die Antworten auf der Grundlage von während des Trainings erlernten Mustern generieren, ohne in Echtzeit auf externe Quellen zurückzugreifen. | \n- ChatGPT - Claude - Gemini | \n- Eingabefenster oder Chat-Oberfläche – durch Eingabe von Eingabeaufforderungen, Fragen oder Folgeanweisungen | \n- Meine Eingabe – das dem System zugrunde liegende Modell – Trainingsdaten mit einer Wissensgrenze | \nGenerierte Inhalte: – synthetisierte Antwort – basierend auf Mustern aus den Trainingsdaten – selten mit Verweisen auf bestimmte Quellen | \n- Die generierte Antwort ist in der Regel das Endergebnis – zugrunde liegende Quellen sind meist nicht abrufbar | \n
RAG*-KI | \nSysteme, die Antworten synthetisieren, indem sie zum Zeitpunkt der Abfrage relevante Inhalte aus externen Quellen abrufen – aus dem offenen Web oder aus einem vom Benutzer bereitgestellten Korpus. | \n- Perplexity - NotebookLM - Copilot - Bing Chat | \n- Eingabefenster oder Suchoberfläche – durch Eingabe von Eingabeaufforderungen oder Fragen – manchmal nach dem Hochladen von benutzergestützten Quellen | \n- Meine Eingabeaufforderung – der Abrufmechanismus (Websuche oder Dokumentenkorpus) – das zugrunde liegende Modell des Systems | \nGenerierte Inhalte :- synthetisierte Antwort auf Basis der abgerufenen Quellen- in der Regel mit Verweisen auf die zugrunde liegenden Elemente | \n- über zitierte Quellen oder Links, sofern vorhanden – um die Synthese anhand der Originalelemente zu überprüfen | \n
Auf Trainingsdaten basierende KI-Assistenten verfügen zunehmend über Abrufmodi (z. B. ChatGPT mit Websuche, Claude mit Suche). Wenn diese aktiviert sind, fungieren sie für diese Anfrage als RAG-Systeme – die Grenze zwischen den beiden Typen ist eher modusabhängig als produktabhängig.
\n*RAG (Retrieval-Augmented Generation): eine Methode, die KI-Generierung mit der Abfrage aus einem definierten Quellenkorpus kombiniert – das System synthetisiert Antworten auf der Grundlage der abgerufenen Inhalte und nicht nur auf der Grundlage seiner Trainingsdaten.
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